Meditation – Wieso könnte es gut sein eine regelmäßig Praxis zu entwickeln? Und wie geht das eigentlich, Meditieren?


Innen wie Außen - Oben wie Unten Meditation als Zustand des inneren Gewahrseins Ruhig, wie die Oberfläche eines Sees. Klar wie Wasser. Ruhe inmitten aller Veränderungen und Bewegungen. Meditation der Jahreszeiten und VeränderungenInnen wie Außen – Oben wie Unten

„Meditation besteht einfach darin, uns so zu schulen, dass sich unser Geist und unser Körper in Übereinstimmung bringen lassen. Durch die Übung der Meditation können wir lernen ohne Trug ganz wahrhaft und lebendig zu sein.“ 

                                                                                                                von: Chögyam Trungpa Rinpoche

Mit diesem Zitat sind wir schon mitten im Thema.

Meditation ist also auch, wenn man so will, ein Übungsweg, der unsere Wahrnehmung schult und uns bestenfalls erkennen lässt, dass Körper und Geist untrennbar sind.

Vielleicht ist es wichtig vor allen anderen Ideen, Konzepten und Erkenntnissen die wir heute über Meditation haben, anzumerken, dass es keine allgemeingültig Definition von Meditation gibt! Es subsumieren sich verschiedene Ansätze unter dem Begriff der Meditation.

Die verschiedenen Stile, Formen und Begriffe von Meditation, entwickelten sozusagen im Laufe der Erfahrungen und Jahrhunderte und in den verschiedenen Schulen auch unterschiedliche „Spielformen“.

Aus meiner Sicht liegt darin eine Menge Freiheit ohne Willkürlichkeit und die Möglichkeit für sich selbst eine ganz persönliche, stimmige Definition und Form zu finden. Dadurch kann jede Definition nur eine Annäherung bleiben, da es . eine individuelle Erfahrung und ein individuelles Tun im Nichtstun ist 😉

Und so kann eine Yoga Asana Praxis ebenso wie das Sitzen selbst oder der Zazen (sitzen vor der Wand, japanische Tradition) Meditation sein. 

Weite in der die Seele in der das Bewusstsein baden darf

Der Ursprung des Wortes Meditari / Meditatio (lat.) ist: das (tiefe) Nachdenken über (spirituelle und philosophische) Problem/ Themen. Oder auch einfach Nachsinnen, Betrachtungen anstellen, laut Duden.

Was sicher allen Formen gleich ist, ist genau das Betrachten und Nachsinnen, das Beobachten der Geistes-/ Gedanken – Bewegungen, der Gefühle und auch das Beruhigen dessen, was schon durch das wertfreie Betrachten geschehen kann.

Auch die Wahrnehmung und Betrachtung von Körperempfindungen und des Atems, haben sicher die meisten, wenn nicht alle bekannten Formen der Meditation gemein.

Ursprünglich ist es tatsächlich eine indische Tradition, die gesunden Menschen vorbehalten war).

Anders als heute, wo manche Meditationsform auch im Kontext von Therapie genutzt wird (z.B. im MBSR nach J.Kabat-Zinn), war sie ursprünglich nicht als Therapie gedacht. 

Peter Sedelmeier beschreibt in seinem Buch: „Die Kraft der Meditation“ verschiedene Effekte der Meditation:

  • sie verbessert soziale Beziehungen

  • vermindert vorübergehende Ängste

  • reduziert negative Emotionen

  • verbessert die Achtsamkeit, Wahrnehmung und Aufmerksamkeit

„Meditation wirkt generell positiv auf Erleben und Verhalten!“ 

Interessanterweise wirkt sie sich stärker auf das Fühlen als auf das Denken aus. Allerdings wissen wir ja, dass alle Gefühle und alles Fühlen wiederum sich aufs Denken und Handeln auswirkt. So können wir sicher davon ausgehen, dass sie sich letztlich doch auf das Denken auswirkt.;-)

In der Erforschung von Meditation und Entspannung mit Kindern weiß man schon länger, dass die Kombination aus Bewegung und Entspannung die günstigste ist, um Veränderungen in der Wahrnehmung und in der Persönlichkeit und damit im Denken und Handeln der Kinder hervorzurufen. Nun ist die Forschung in Bezug auf Erwachsene an gleicher Stelle. Auch hier hat man fest gestellt, dass bei allen Untersuchungen der verschiedenen Methoden und Schulen von Meditation, die Kombination von Sitzen und Yoga Übungen die meisten Veränderungen hervorruft.

Interessant ist auch, dass man nun weiß, dass nicht jede Form der Meditation auch gleichzeitig Entspannung als Wirkung oder Ergebnis hervorruft.  Vor allem im Bezug auf ältere Menschen oder kranke Menschen ist dies nicht der Fall.

Gleichwohl sorgt die Meditation dafür, dass die beiden Hemisphären des Gehirns besser zusammenarbeiten und deshalb geht die aktuelle Forschung sehr stark davon aus, dass Meditation langanhaltende Veränderungen im Gehirn hervorruft.

Gehirn Hemisphären
Verbindung schaffen

Wie geht das nun? Wie meditiere ich und was muss ich beachten?

  • Zunächst einen bequemen Sitz einnehmen (auch wenn du dich anlehnen möchtest ist das ok) 
  • einem Moment schaffen, in dem weder Telefon, noch Klingel oder etwas anderes stören kann
  • eine Zeit suchen, in der du sowieso wach bist und nicht vollkommen übermüdet oder überanstrengt
  • am Anfang ist es am leichtesten den Atem wahrzunehmen, weil du nichts als dich selbst dafür brauchst
  • bestenfalls eine ritualisierte Zeit finden (jeden Morgen, Mittag oder Abend z.B.)
  • und gnädig mit dir sein, damit du nicht verzweifelst, wenn du merkst, dass Gedankenkarussell nimmt zuerst in der Stille zu, statt ab. Das ist ganz normal 🙂
  • suche dir evtl. eine Lehrerin 
  • oder auch eine Anleitung via App oder Download oder Kurs

Und dann lass dich ein auf die Reise durch dein eigenes Leben

🙂

„Unser Leben ist eine unablässige Reise: Die Übung der Meditation ermöglicht es uns, sämtliche Aspekte des Pfades zu erfahren, denn genau darum geht auf unserer Reise“

                                                                                                          von: Chögyam Trungpa Rinpoche

Du hast Lust es auszuprobieren? Dann empfehle ich Dir meinen Online Meditationskurs und meinen Newsletter bzw. bleib einfach hier auf dem Blog, denn ich werde auch weitere Forschungsergebnisse und Erkenntnisse über die Meditation in den nächsten Wochen hier weiter beleuchten. Dies ist der Anfang eines dreiteiligen Artikels 🙂

Und gerne hinterlasse einen Kommentar über deine Erfahrungen oder stelle deine Fragen. Ich freue mich Dir zu antworten!